Bürgerpark Heilborn Merzig

Planungsbüro: Wasserwerkstatt Bamberg, Wasseraufbereitung: Polyplan GmbH
Auftraggeber: Merziger Bäder GmbH
Ort: 66663 Merzig
Zeitraum: 2008

 
Bürgerpark für Merzig
Das neu gebaute Naturbad am Heilborn hat 2008 erstmals seine Pforten geöffnet.
Nachdem der Zahn der Zeit an der Anlage nagte und einen Badebetrieb nicht mehr möglich machte, musste das 1934 errichtete Freibad 2005 geschlossen werden.
Das 70-jährige Freibad Heilborn erreichte fast Kultstatus, trotzdem führten durchgeführte Verschönerungsarbeiten und das große Engagement der Merziger Bürger nicht zum Erhalt der Anlage. Nach einem Bürgerbegehren zugunsten des Erhalts, beschloss der Stadtrat 2006 die Anlage in einen Bürgerpark mit Natur-Badeteich umzuwandeln.
Für insgesamt 2,5 Millionen Euro ist aus dem in die Jahre gekommene Bad ein Bürgerpark entstanden. 900 000 Euro hat die Landesregierung aus dem Städtebauförderungsprogramm Soziale Stadt zugeschossen. Die Kreisstadt Merzig und die Merziger Bäder GmbH hatten insgesamt 1,6 Millionen Euro für den Umbau bereitgestellt. 90 Prozent der Aufträge sind an Firmen aus der Region vergeben worden.
Auch außerhalb der Badesaison bietet der Bürgerpark (mit Ausnahme des Naturbadgeländes) den Bürgern der Stadt Merzig Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung und sozialen Kontakten. Im westlichen Teil des Heilborn-Geländes ist ein Treffpunkt entstanden, dort stehen den Gästen Kinderspielgeräte, eine Freilichtarena, Ruheplätze, ein Volleyballfeld und ein Wassergarten zur Verfügung, das alte Pumpenhaus kann für Seminare, Ausstellungen und Veranstaltungen genutzt werden.
 
Vorhandene Attraktionen erhalten
Die alten Beckenformen wurden erhalten, neu unterteilt und den Funktionen zugeordnet. Entstanden ist eine großzügige Beckenanlage mit Holzstegen, Wassergarten und Bachlauf für die Kleinsten.
Hauptattraktionen bei den "Kleinen" und Wahrzeichen bei den "Großen" ist der ca. 70 Jahre alte Eisbär aus der Gründungszeit des Freibades, er wurde während der Umgestaltung sorgsam verwahrt und thront nun, mit ein wenig neuer Farbe versehen über der Quelle am Kleinkinderspielbereich.
Vom Nichtschwimmerbereich kann man unter einer Bogenbrücke hindurch in den Schwimmerbereich des Beckens hindurch schwimmen. Ein großer Holzsteg dient als Achse, Wegeverbindung und Trennung zwischen den Funktionsbereichen des Bades. Die Sprungturmanlage stammt aus jüngerer Zeit und wurde belassen, ebenso wie die funktionstüchtige Großrutsche am Hang. Durch Instandsetzungsarbeiten konnte sie erhalten werden und ist vor allem bei den Jugendlichen ein enormer Spaßfaktor. Der Wasserpilz im Nichtschwimmer wurde ebenfalls erhalten, so konnten trotz geringer Ausgaben die vorhandenen Attraktionen ins neue Licht gerückt werden.
 
Wasseraufbereitung
Die am Becken anliegenden Bereiche des Seerosenbeckens und des Nassfilters sind Teil des Wassergartens im Bürgerpark und optisches wie auch erlebbares Naturereignis. Hier wird bereits den Kindern veranschaulicht, wie Pflanzen und Organismen zur biologischen Wasserreinigung beitragen. Im Nassfilter bewerkstelligen zudem spezielle Wasserorganismen die Hygienisierung des Wassers. Die Flächen der anliegenden Regeneration mit Seerosenbecken und Nassfilter betragen 625 m².
Der technische Teil der Wasseraufbereitung befindet sich am Hang, ca. 12 m über den Nutzbecken, so kann das natürliche Gefälle zur Rückleitung des gefilterten Badewassers genutzt werden. Dieser externe Trockenfilter besitzt eine Fläche von 310 m² und ist mit heimischen Schilfpflanzen bepflanzt.
Er besteht aus speziellem Schotter unterschiedlicher Körnung und, und übernimmt die biologisch mechanische Reinigung des Wassers.
 

 
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