Naturbad Altenautal

Planungsbüro: Polyplan GmbH, Fahrenheitstr. 1, 28359 Bremen
Auftraggeber: Naturbad Altenautal e.V.
Ort: Atteln
Zeitraum: 2004-2005

 
Hintergrund
Das Waldschwimmbad Altenautal war in seinem alten Bestand stark sanierungsbedürftig und verursachte ienen hohen Zuschussbedarf durch die Gemeinde Atteln. Im Jahr 2004 übernahm der eigens dafür gegründete Verein "Naturbad Altenautal e.V." von der Stadt Lichtenau das Gelände und baute das konventionell betriebene Freibad zu einem in der Region einzigartigem Naturbad um. Das an dem viel befahrenen Altenauradweg liegende Bad bietet ein chlorfreies Schwimmvergnügen.
Das Naturbad Altenautal wurde zu einem erheblichen Teil durch ehrenamtliche Helfer in der Zeit von Oktober 2004 bis Juli 2005 erbaut. Über 10.000 Stunden sind freiwillig und ohne jede Bezahlung für dieses Projekt geleistet worden.
 
Gestaltungskonzept
Das vorhandene alte Schwimmbecken war komplett abgängig und musste aufgrund des stark drückendes Grundwassers wieder in Betonbauweise neu erstellt werden. Das Hauptbecken besteht aus einem 25-m Becken mit einer umlaufenden Stegkonstruktion. Dem Schwimmbereich angegliedert ist als besondere Attraktion ein Sprungbereich mit einer Natursteinsprunganlage mit 1 und 2-Meterplattformen. Dieser Sprungfelsen wurde vom Heimatverein Henglarn aus der Nachbargemeinde komplett in Eigenleistung erstellt.
Der Nichtschwimmerbereich ist ein wenig tiefer angeordnet, so dass das Wasser über eine Stufe in das Nichtschwimmerbecken fällt. In Verlängerung des Holzsteges ist hier ein Wasserweg eingeplant, über den man zur Südseite des Bades gelangt.
 
Wasseraufbereitung
Direkt an Schwimmer- und Sprungbecken fällt das Wasser über eine Überlaufkante in den bepflanzten Nassfilterbereich. Parallel zum Steg erstreckt sich der Neptunfilter der ebenfalls zu einem Großteil in ehrenamtlicher Leistung durch technisch versierte Vereinsmitglieder erstellt worden ist. Die Verregnung über Edelstahlsprenkler erzeugt ein angenehm säuselndes Geräusch.
Die Auslegung des Bades wurde mit Hilfe einer numerischen Strömungssimulation durchgeführt. Damit können die Einströmdüsen und die Überlaufrinnen so positioniert werden, dass keine Totwasserzonen entstehen.
Außerdem wurde eine Simulation der Volumenströme, Konzentrationen und Temperaturen über eine gesamte Badesaison durchgeführt, um die Auslegung auch im Hinblick auf die limnologischen Prozesse zu optimieren.
 
Steckbrief
Wasserfläche: 900 qm
Wasservolumen: 1.500 cbm
Nennbesucherzahl: 1.100 Personen/Tag
Spitzenbesucherzahl: 2.000 Personen/Tag
Max. Reinigungsleistung: 9.000 cbm/Tag
Wassertiefen:
Nichtschwimmerbecken: 1,30 m
Schwimmerbecken: 2,00 m
Sprungbecken: 3,70 m
Absprunghöhe Sprungfelsen: 1,00 und 2,00 m Plattform
 
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